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am 2. Juli 2013

Der 260er muss bleiben!

Christian Apl - Grüne strikt geben die Verkürzung der Streckenführung des 260A!

Offenbar wird seitens VOR geplant, die Buslinie 260 einzustellen bzw. stark zusammenzustutzen. Die vom Verkehrsunternehmen Dr. Richard betriebene Linie bedient zwischen Mödling Bahnhof und Hietzing U4 eine Reihe wichtiger Ziele, darunter einige Bundesschulen, und ist in etlichen Gegenden das einzige Angebot Öffentlicher Verkehrsmittel. Viele SchülerInnen, PensionistInnen aber auch Berufstätige sind auf diese Verbindung angewiesen.

Nachdem der Fahrplan schon in den letzten Jahren vor allem zu den Tagesrandzeiten und zu den Wochenenden empfindlich eingekürzt wurde und die Verbindung damit sicher an Attraktivität verloren hat, hält man die Linie jetzt offenbar für „reif“, sie endgültig Geschichte werden zu lassen. Das ist eine Jahrzehnte lang geübte Praxis in der Verkehrspolitik: statt in die Attraktivität des ÖV zu investieren und so die Fahrgastzahlen zu steigern, werden nach und nach Maßnahmen gesetzt, die genau das Gegenteil bewirken.

Diese Salamitaktik hat uns mittlerweile eine Verkehrsbelastung beschert, die schon in vielen Gegenden zurecht als unerträglich empfunden wird. Das ist auch daran erkennbar, dass sich sofort überall BürgerInnen-Initiativen bilden, wenn eine Zunahme der Verkehrsbelastung droht. Auch zur Rettung des 260ers hat sich bereits eine solche gegründet und sammelt Unterschriften zum Erhalt der Linie und zur Verdichtung der Taktfrequenz (15 statt 20 bzw. 30 Minuten). Sogar der Gemeinderat der Marktgemeinde Maria Enzersdorf hat sich bereits einstimmig für den Erhalt der Buslinie ausgesprochen.

„Wann wird man an verantwortlicher Stelle endlich begreifen, dass alle Zeichen der Zeit für eine großartige Zukunft des Öffentlichen Verkehrs sprechen?“ fragt sich der Grüne Bezirkssprecher Christian Apl, „es liegt doch auf der Hand, dass der Mobilitätsbedarf künftig immer weniger durch den motorisierten Individualverkehr gedeckt werden kann und dass wir unsere derzeit noch überwiegend fossil getriebenen Mobilitätssysteme auf durch und durch nachhaltig umstellen müssen. Fangen wir doch bitte damit an, solange wir noch Spielraum haben und nicht erst, wenn uns die Umstände dazu nötigen!“